White Rabbit Club :: Ulli's KolumneWerbung für´s diane cluck konzert, getarnt als kolumneGestern tropfte ich gar spät noch trunken ins white rabbit. Es war ein ernstes jazz-konzert gewesen, im rahmen der theatertage und um das motiv des narrenschiffs des sebastian brant, erfinder des uns wohlbekannten branntweins, herum. Oder wie heissen all diese mittelalterfuzzis mit den tonsuren und kruden gedanken über schuld, teufel, signaturen und sieben todsünden? Sie heissen so und so, von fall zu fall. Ich heisse ulrich ulrichson und muss leider modern sein, dafür bekomme ich im falle der fälle penicilin, heroin und haribo. Das hatten die fuzzis nicht, nur sorgen und schmerz hatten sie, im gegensatz zu uns, die wir das goldene zeitalter bereits erfolgreich erlangt, erreicht und mit aller kraft, alle mann, bitterlich erwirtschaftet haben, jawoll. Unser bruttosozialparadies. Inklusive erleuchtung und haribo für alle. Nun tja. Ich war also trunken ins hasen gerieselt und hatte einen kulturfuzzi kennengelernt, dem ich mich als ebensolcher bekannt machte. Er schrak fast zusammen, wusste dann aber den terminus, nein: die selbstbezeichnung doch grossherzig und wissend, lächelnd zu integrieren. In seine identität. Sein spiel. Seine selbstkonzeption, das, was und wie er von sich denkt, wie er sich versteht. Wie wir alle uns immer so und so verstehen, selbst, wenn wir uns eben nicht verstehen, verstehen wir uns: nämlich nicht. Und war also ins hase gerieselt, da vorher ich im swamp, dem erbitterten, bis aufs zahnfleisch mit dem hasen im klinch stehenden konkurrenzschuppen vom hasen gewesen war, um das procedere für das fulminante jahrtausendkonzert von DIANE CLUCK zu bekakeln, das nächsten Mittwoch eben dort, im erbitterten konkurrenzschuppen und also feindesland, stattfinden wird. Ich erwarte, dass alle kommen, all meine fangemeinde, die woche für woche, tag für tag meine kolumne aufsaugt, begierig verschlingt und bereits drauf und dran ist, ganze doktorarbeiten zu verfassen, wissenschaftliche kompendien und einladungskarten zu ingeborg bachmann-preisverleihungen, frankfurter poetikvorlesungen und allgemeinen hardthöhenspektakeln mit all den andern grossen geistern dieses landes, den grassens, böllens und allgemeinen haribos, die tagtäglich durch unsere schmierblätter, gazetten und presseorgane spuken, rülpsen und sabbern. Also kommt! ihr, meine wackeren und tapferen hasen, häschen und rainbowarriors, ihr meine behüteten und unter meine fittiche, meine matriarchalen, grossherzig genommenen luschis und loser, all ihr mutanten, misfits und neurotiker, ihr leidenden, rudernden und katatonisierenden, auf allen sieben letzten löchern pfeifenden tunichtsgúts! I welcome you: to see, to listen to, to hear and to go through: DIANE CLUCK!!! Die übrigens bereits platten aufnehmen tat mit: Coco rosie Herman düne Kimya dawson Jeffrey lewis Mit the best minds of today´s fucking US-states so-to-say, wenn man so will. Sie ist bei voodoo eros, lebt, gärtnert, singt und liebt in ihrem häuschen in stone mountain, Georgia, und kommt Mittwoch in unsere geile drecksstadt. Venceremos! |
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Sa, 04.09.2010 11:12