SchönGestern war´s schön. Herzlich ging´s zu und alle meine lieblingsknuffis waren da: olli und lina und smuth und jens. So schön war´s, dass ich nachts, vor dem schlafengehen, gar nicht mehr nach berlin wollte, sondern immer hierbleiben. Weil ich doch morgen nach berlin fahre. Bis mitte november. Ich versprach, zu berichten, meine kolumne auf den erfahrungsdunstkreis spreemetropole, ganz imperialist, auszuweiten, als auch, ein wort über natascha leonie´s art zu verlieren. Lina und ich wurden uns einig, schön sei es, wenn durch die robotrösen menschmaschinenfabrikationen der kulturindustrie so was wie menschlichkeit einmal noch hervorleuchtet, durchscheint zum einen, zum andern es übergeordnet, und scheint nicht oft alles wie den kulturindustrien untergeordnet, das leben und das, was von ihm übrig bleibt, zum andern es übergeordnet es einer mal schafft, eine frau, eine natascha leonie, COOL UND UNCOOL ZUGLEICH ZU SEIN. Zu BLEIBEN? Was wäre was? Und was formt? Uns? Was hiesse normal? Natascha jedenfalls eben erschien mir genau: normal. „Echt“ sagt man auch, „authentisch“. Nicht abgerichtet, zugerichtet, formatiert und produziert und gemacht und sie wissen schon. Nun tja, anderer leute täglich brot: für unsereins einmal wieder die blanke sensation…als der dicke, unsichere mann kam, mit der CD, und ein autogramm wollte, liess sie sich liebevoll die läääängste zeit, und schrieb ihm in gymnasiastinnenschrift die liebevollste, allerpersönlichste widmung, ohne jeden genreüblichen, chiquen anglizismus, jede coole strassen- und jugendlanguage, nein: einfach wie im gymnasium. Oder realschule, hauptschule meinetwegen, schule eben, die zeit, die phase und die vergesellschaftungsstation, wo die gesellschaft im strengen sinne eben noch nicht zugeschlagen und ihr unheil verrichtet hat, sondern die zeit, in der, ganz im sinne meines lieblingsbuches FERDYDURKE des polen GOMBROWICZ, wir alle, wir schülerinnen und schüler, noch ganz suchend und unschuldig, amorph und lieblich tastend und geborgen eben im schutzmantel der ach so matriarchal-gütigen erstzurichtungsanstalt SCHULE unser putziges, verspieltes schülerinnen- und schülerleben noch führen dürfen, bis zuletzt dann doch noch die würfel fallen, der hammer haut, und wir WIRTSCHAFTSMANAGER werden, POPSTAR oder VERLIERER, allein sprachlich bereits herzlich beengte und beengende daseinsformen und rollenangebote DES WEISSEN MANNES hier. Nun tja, du kannst ja auch gehen. Wie hubert fichte, der grosse ethnologe, anthropologe und entlarver und bloßsteller der armut und ödnis der ersten gegenüber dem umgekehrten wahren reichtum der sogenannten dritten welt im sprachlichen, kulturellen und spirituellen sinne. Wenigstens. Ich empfehle: „gott ist ein mathematiker“, ein hörbuch aus dem supposé-verlag zum thema afrikanischer psychiatrie. UND ich empfehle: liebet einander, öffnet das herz und bauet kathedralen aus fleisch und blut…(kinski in JESUS CHRISTUS SUPERSTAR).
Amen und bis denne |
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Sa, 04.09.2010 11:12