Nietzsche für ArmeWo sind sie geblieben, die guten geister? Oh kindheit, durch deiner zauberreiche flure noch einmal zu frohlocken! Alles kreiste und stünde wunderbar da, bewegte sich im zirkus meiner träume…doch nun: zerstörtes leben. Zwischen foucault-gesamtausgabe, dönerbude und psychotherapie…was ist nur aus mir geworden…all die dunklen herren, pessimisten und schwarzmaler, deren werke wie durch unheimliche geheimgesetze in mein leben traten und mein gemüt verdunkelten…bis heute, wo das schwarz so tief und undurchdringlich ward, dass bereits lichter am ende des dunkels ranunkeln…funkeln und verkünden: alles christenheit! Himmel und hölle, topologie des diesigen, hiesigen, wenn auch antik aufgepeppten. Immer wieder und auch durchaus heidnisch umzirzten…doch der grund, die tiefe: bleiben erbe des klerus. Sieben kreise, achthundert geschichten…am ende stehst du da und findest dich als biblischen. Und alles gemünze, alle gesänge: verschwinden in eitlen flor, den kerker vertröstet wollen zu haben. Entstehen tut: das paradies. Nichts weniger als göttlichstes leuchten. Depriviert, beraubt also und nacktest entbehrlich, zurückgekürzt auf restmögliches höllenleiden: siehst du das licht. Ein funkeln, dräuen und dasein, immer auch dasein. So teilt sich die welt in layer, so sagte man heute, aus menschengeschicht. Die steinzeit ist da, das dunkele mittelalter, rennaissance und rokoko, all die furibunden epochen und munteren, ewig mannigfaltigen klettersprossen unseres putzigen, kleinen probanden, des ewig verdammten, erkorenen herrengeschlechts: weissen manns. Zu schweigen von den mischungen, befruchtungen, küssen und initiationen, unergründlichen kombinationen aus aller seelen länder, vermittelt noch durch pop und rock... Mischwesen, ausserirdische, ewig sich selbst rätselhafte, stammbaumverlorene suchende, ahnende und somnambul dem monde folgende lunatiks…oh, verborgen zu sein! Sich selbst ein rätsel und knusprig nachts der strassen geheimes innenleben zu ergründen. Auf ewig unidentifizierbares schattendasein, gesottener sehnsucht, im schatten zu bleiben, auf ewig treue zu schwören dem sich-selbst-fremd-sein, das fremdsein zum prinzip zu erheben, darin zu fliessen, träumen, ja: schwimmen im ewigen metamorphosenstrom heiliger verwandlung, anverwandlung und nicht-ich-heit, nicht-horst-heit und staatsbürgerschaftsschande!
Zahlen tut die kasse…vatis private…doch einst, da werden die muren sich lichten, wahrheit strömte hernieder, ein ins schmerzhaft gepeinigte lügengebäude des falschen und not und leid wird versöhnt, macht und krusten erweicht, das entführte, entfernte menschengeschlecht hiesigen schlages gerichtet und gelichtet, die letzten würfel und wahrheitsunterdrückungen befreit, das weltgericht spricht tacheles und entfacht seinen letzten streich: die endliche entwicklung, das selbst als selbst des wahren, die sachen, seelen und siege, wie sie sind. Das, was warten tat, dulden und für sich behalten, in sich tragen und trug, kehrt aus aus dem verbot, verborgenen und dunklen, verfolgung und gewissen und das, was schrie und tat, dümmlich die welt nahm und abkaufen tat, sich manifestierte in lichte und leib, finanzen und welt, verdrängung und ja, wird gestraft und gerichtet. Denn nichts ist, wie es scheint, alles, wie es ist. wer sieht es? Der möge mich kontakten… …entfernter grund! Allein sind wir geboren, alleine gehn wir hin… |
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Sa, 04.09.2010 11:12