White Rabbit Club :: Ulli's Kolumnedenkwürdigkeiten eines nervenschwachenState of the fart Die familie zerstört das kind. Der staat unterstützt die familie. Der staat unterstützt die zerstörung des kindes durch die familie. Der staat zementiert das zerstört-sein des kindes, prolongiert leiden. Der staat geht aus vom staatsförmig bereits vorgeformten familienmenschen, der staatsförmigkeit der familie. Der staat verwertet die bereits staatsförmig vorgeformten menschen zur stabilisierung, aufrechterhaltung und prolongierung des staates, des menschen als staatsförmigem staatsmenschen. Kein therapeut nicht kann mich heilen. Der therapeut therapiert bereits staatsförmige menschen zur erfüllung, wenn nicht aufrechterhaltung oder auch wiederherstellung der staatsform, nachdem die staatsform angekratzt wurde durch das einbrechen des anderen, einer vom staatsmenschen stets mit angst besetzten ahnung, einem diffusen anklopfen von leben, anderem leben, nicht staatsförmigem, sondern deviantem, abweichendem und den staat und die staatsform in frage stellendem leben, dem einzig hier möglichen, sich einer sogenannten freiheit annäherndem. Die psychiatrie ist pure staatsform, die zuspitzung von zugriff und machtausübung über das zu verstaatlichende, oder aber in die staatsform zurück zu treibende, zurückzupressende, mehr oder weniger bewusst rebellierende subjekt. Wo lebe ich? Wie lebe ich? Ich habe schmerzen. Ich liebe die natur. Ich liebe die menschen, ich liebe die welt. Ich liebe das leben. Ich bin schwach und gelähmt. Ich liebe das leben. Ich schreibe. Im schreiben versuche ich, meine liebe zum leben, der natur und der welt in worte zu fassen, der mitwelt zu zeigen, der menschheit zu offenbaren. Ist ein gefühl, eine wahrnehmung, selbstverständlich, ist sie jedermanns sache? Nein. Ist eine liebe zur welt, eine liebe zum leben und eine solche, tiefe, zur natur, allgemeingut? Nein. Also will ich sie zeigen. Die gesellschaft ist krank. Die gesellschaft zementiert das leiden leidender subjekte, prolongiert leiden, da die gesellschaft kein interesse hat, subjekte zu heilen, die gesellschaft ist nicht am heilen der leiden hier lebender subjekte interessiert, sie ist einzig und allein an deren arbeitskraft, deren kaufkraft, deren im weitesten sinne also ökonomischen verwertung interessiert, an deren verdummung, verblödung und gehirnwäsche und hierin und hiermit einhergehend deren einnahme und erfüllung einer sogenannten gesellschaftlichen rolle und somit der verlängerung und reproduktion des wiederum, also übergeordnet diese gesellschaftliche ordnung und also auch das ja mit dieser einhergehenden, dieser immanenten und mit dieser im ökonomischen wie im seelischen zutiefst zusammenhängenden, somit also stets und jederzeit und niemals endend wollend nachgelieferten und wie scheinbar nie und nimmer enden wollenden leidens der eben leidenden und also hinausfallenden, in keine ordnung nie nicht recht hineinpassen wollenden einzelnen. Da der einzelne, hinausfallende an nichts anderem und nichts geringerem als der gesellschaft selbst und deren unermesslichem druck, leistungsdruck, leidensdruck und lebensdruck, leidet. Es ist die hölle. Also verurteilt die gesellschaft den einen, einzelnen und leidenden und ja auch gerade und wiederum konstitutiv ja eben gerade gesellschaftsimmanent, durch die gesellschaft vereinzellten und zum egoismus, und nicht der solidarität, nicht dem altruismus gar erzogenen, nein, zum egoismus und der vereinzellung verdammten, verurteilt sie ihn, zu leiden und immer weiter zu leiden, tagtäglich und morgen für morgen und tag für tag immer wieder erneut, von vorn, und immer wieder von neuem zu leiden und also noch und also auch vor allem und vornehmlich, insbesondere ja verflixterweise und verblendeterweise noch am und unter dem egoismus selbst, dem staatshalber verordneten, befohlenen und aufoktroyierten, und demgegenüber aber ja ganz und gar nicht, keinerzeit und niemals vom somit vereinzellten selbst gewollten, selbst ausgesuchten und der vereinzellung selbst: zutiefst verflixt und verdammt und ausgetrickst und gemeingefährlich, verdammtermassen existentiell genau die bodenlose unverschämtheit und also sogenannte geworfenheit, an der wir ja, denken wir denn nach, haben wir denn gefühle, einen sinn und eine ahnung, lesen wir denn und spüren und sehen, was abgeht, was hier mit uns gespielt wird, alle lebenslang zu leiden haben, sind wir einmal ehrlich. Und liebe also die natur. Und las auch schon engels. Und wisse bescheid. |
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Sa, 04.09.2010 11:12