Es ist eine fremde und seltsame WeltIch war mit claudia, meiner queeren freundin, auf damian jurado. Mit claudia zu damian jurado zu gehen ist ungefähr so wie mit seinen eltern zu g.g.allin zu gehen. Also in feinstofflicherer hinsicht. Was g.g.allin im gesamt gesehen „sozialprogrammatischen“ gegenüber den eltern wäre, wäre dann damian jurado in wiederum speziell genderpolitischer hinsicht im verhältnis zu claudia: fremd.
Fremd. Fremd ist alle welt, fremd ist unser leben, fremd das leben, fremd der tod und alles scheint zu schweben. Weil: unser innenleben wie konserviert wird in den verhältnissen, alte, jungianische und nicht einfach nur jungianische hippiethese, die verhältnisse wiederum mehr denn je auf perfideste weise mit der ausbeutung und unterdrückung nicht zuletzt des jetzt noch mal vereinfacht gesagten innenlebens verflochten sind, auf gemeingefährliche, geheimnisvolle und, von innen wie von „aussen“, fast unlösbar erscheinende, ewig rätselhafte weise. Unsere verstrickung…ja: wir kämpfen und wir wehren uns, strampeln, untersuchen, wir flüchten und besinnen uns und doch: keiner kommt da lebend raus. Die reinste truman show. Klar: revolution. Her damit! Doch solange das so weitergeht, werden einzelne immer wieder den gesamten globus durchschreiten, auf der suche nach wahrerem, tieferem, wahrhaftigerem, als diese plastikexistenz, in die man hier hineingepfercht wird, zu bieten hätte. Lasst uns froh sein, sage ich, der alte, neue hippie, dass wir hier an einem der prächtigsten mittelgebirge europas leben und täglich pilze, kräuter und erfahrungen sammeln, die dieses jammertal bezaubern, würzen und: erleuchten. Und leuchtende menschen werden, voll stoffen und voll wohl. Und schweben und gleiten, wie illuminierte wonneproppen durch die strassen segeln und alle faschos durch blosses ANGRINSEN fragmentieren lassen. So wünsch ich mir das. Gez. Ulki ulriksun |
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Sa, 04.09.2010 11:12